Investmentfonds

Investmentfonds sind ein wichtiges Instrument zum Vermögensaufbau und zur Vermögensanlage. In der Regel wird ein Shari’ah-konformer Investmentfonds nach dem so genannten Mudarabah-Prinzip strukturiert. Dabei handelt es sich um eine besondere Form der Partnerschaft zwischen Fondsgesellschaft, dem „Mudarib“ und dem Investor, dem „Raab-al-Maal“. Während der Raab-al-Maal das Kapital für die Investments bereitstellt, bringt der Mudarib die Managementleistung ein. Das sind die typischen Kennzeichen einer Mudarabah-Partnerschaft: ein Partner stellt das Kapital für eine gemeinsame Unternehmung zur Verfügung, die andere ihre Arbeitsleistung. Die Erträge teilen sich dann beide Partner in einem vorab vereinbarten Verhältnis auf. Das bedeutet wiederum, dass die Fondsgesellschaft nur dann eine Vergütung erhält, wenn der Fonds im Geschäftsjahr auch einen Gewinn erzielt. Umgekehrt muss im Falle eines Verlustes dieser auch allein von der Fondsgesellschaft getragen werden – der Fondsmanager erhält damit eine rein variable Vergütung.

Alternativ kann ein Investmentfonds auch nach dem so genannten Wakalah-Modell strukturiert werden. In diesem Fall agiert die Fondsgesellschaft quasi als Agent für den Investor: sie verwaltet den Fonds und erhält dafür eine vorher vereinbarte Management-Vergütung, die einen prozentualen des Fondsvolumens ausmacht, z.B. 1% pro Jahr.

Die Shari’ah-Konformität eines jeden Aktienfonds muss von einem Shari’ah Board überprüft, festgestellt und zertifiziert werden. Dabei sind  sowohl die Struktur des Fonds als auch die einzelnen Anlageentscheidungen regelmäßig zu überprüfen.