Ijarah-Fonds und Sukuk-Fonds (Rentenfonds)

Ijarah-Fonds und Sukuk-Fonds (Rentenfonds)

Eine risikoärmere Alternative stellen im konventionellen Finanzwesen so genannte Rentenfonds dar. Auf die darin enthaltenen festverzinslichen Wertpapiere werden regelmäßig Zinsen gezahlt und am Ende der Laufzeit werden die Wertpapiere in der Regel zu ihren Nennwert zurückgezahlt. Zwar können zwischenzeitlich Kursschwankungen entstehen, diese sind jedoch deutlich geringer als bei Aktienfonds. Da konventionelle Rentenfonds aufgrund des Riba-Verbots im Islam nicht zulässig sind, bedarf es alternativer Fondskonstruktionen, um dem Streben der Investoren nach Investments mit regelmäßigen Ausschüttungen und geringen Wertschwankungen Rechnung zu tragen. Die zwei Shari’ah-konformen Alternativen zum Rentenfonds sind Sukuk Fonds und Ijarah Fonds.

Sukuk sind quasi Islamische Anleihen, bei denen jedoch kein Zins auf das angelegte Kapital gezahlt wird. Stattdessen werden z.B. Erträge aus Vermietung und Verpachtung erzielt, die dann als regelmäßige Zahlungen an den Investor weitergegeben werden. Werden viele Beteiligungen an Sukuk in einem Sukuk-Fonds gebündelt, erhält man den gleichen Effekt wie bei einem konventionellen Rentenfonds: geringe Kursschwankungen und regelmäßige Ausschüttungen.

Ähnliches gilt für die so genannten Ijarah Fonds. Ijarah ist die Shari’ah-konforme Variante des konventionellen Leasings und diese Technik ist im Islamischen Finanzwesen weit verbreitet. In einem Ijarah Fonds wird eine Vielzahl von Ijarah-Transaktionen gebündelt und aus den regelmäßigen Ratenzahlungen werden die Zahlungen an die Investoren weiter gegeben.